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UPDATE 25.05.2017: Ketsch: Ansiedlung der 21sportsgroup in Ketsch mit unseren Anträgen

Veröffentlicht am 28.04.2017

In den letzten Tagen sorgten die konkreten Pläne zur Ansiedlung der 21sportsgroup für Aufmerksamkeit. Nachfolgend die offizielle Pressemeldung der 21sportsgroup:

"21sportsgroup errichtet neues Logistikzentrum in Ketsch

Ab 2018 unterstützen mehr als 30.000 Quadratmeter Hallenfläche, modernste Logistik-Technologie und eine optimale Versandanbindung das weitere europäische Wachstum des Multichannel-Sporthandelsunternehmens
(Mannheim, 25.04.2017) Die 21sportsgroup, ein europaweit erfolgreiches Multichannel-Sporthandelsunternehmen, hat sich für Ketsch als Standort ihres künftigen Logistikzentrums entschieden und bündelt ab 2018, auf über 30.000 Quadratmetern Hallenfläche, ihre Logistikaufgaben in der Rhein-Neckar-Region. Mit modernster Technologie, einer Versandkapazität von mehr als 17 Millionen Paketen und einer optimalen Anbindung an den Versanddienstleister DHL, bildet das neue Logistikzentrum ein wichtiges Fundament für das weitere dynamische Wachstum der Gruppe (21run, Planet Sports, Vaola) hin zur führenden europäischen Sportplattform. Die 21sportsgroup investiert dabei nicht nur in Fläche und Technologie sondern wird gleichzeitig hunderte neue Arbeitsplätze in der Region schaffen.
Bildquelle: Schwetzinger Zeitung
Der erste Spatenstich für das ehrgeizige Projekt erfolgt im Juli 2017. Bereits im Frühjahr 2018 wird der Projektentwickler Panattoni Europe die Logistikanlage dann an die 21sportsgroup übergeben. Das Gebäude wird dabei auch mehr als 2400 Quadratmeter Bürofläche umfassen. Künftige Ausbauoptionen von weiteren 10.000 Quadratmetern Lager- und Logistikfläche, in einer vierten Halle, unterstreichen die langfristige Tragfähigkeit der Standortentscheidung, von der auch die europaweiten Kunden des Sporthandelsunternehmens mit nochmals verbessertem Service und verkürzten Lieferzeiten profitieren werden. Die 21sportsgroup bietet online und in derzeit 14 eigenen Flagship-Stores ein breites Sortiment in den Segmenten Laufen, Radfahren, Triathlon, Action-Sport, Streetwear, Outdoor, Fußball-Bekleidung sowie Ausrüstung. Ein weiterer Vertriebskanal ist der eigene Shopping-Club Clubsale. Die Sportplattform ist in ganz Europa präsent, mit besonderem Schwerpunkt auf dem Wachstum in Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, BeNeLux, Italien und Spanien.

Michael Burk, Chief Executive Officer der 21sportsgroup, erklärt: "Die Entscheidung für Ketsch als neuen Logistikstandort unterstreicht nicht nur unser langfristiges Engagement in der Rhein-Neckar-Region, sondern beflügelt auch unser europäisches Geschäft. Die künftigen Logistikkapazitäten ermöglichen uns ein Wachstum auf über 500 Millionen Euro Umsatz!”  Dr. Henner Schwarz, Geschäftsführer und Chief Financial Officer der 21sportsgroup fügt hinzu: "Die sehr konstruktive Zusammenarbeit mit Panattoni Europe, dem Land und der Gemeinde haben uns die Entscheidung für Ketsch letztlich einfach gemacht. Der Standort ist ideal um unsere derzeit noch dezentralen Logistikaktivitäten schrittweise zu bündeln und dadurch unseren Kunden über alle Marken der Gruppe hinweg ein noch attraktiveres Sortiment und zusätzliche Services bieten zu können.”"
Quelle: http://www.21sportsgroup.com/presse/pressezentrum/index.html
Bereits 2016 haben wir (damals noch unter FDP) in der Presse auf den Grundstücksverkauf und die Ansiedlung aufmerksam gemacht. Hierbei haben wir auch Bedenken geäußert, so zum Beispiel zu:
- keine Bürgerbeteiligung zur weiteren Entwicklung vom Gewerbegebiet
- dem Anbieten von Gewerbeflächen durch die Gemeindeverwaltung auf Immobilienmessen
- die großen Fläche die da bebaut werden
- keine Verkehrsbelastung im Ortsgebiet von Ketsch, insbesondere der Karlsruherstr.
- Rechtskonstruktion der Ansiedlung, 21sportsgroup ist nur Mieter
An dieser Haltung hat sich nichts geändert, unsere Bedenken sind geblieben. In den letzten Tagen wurde wiederholt auf die Vielzahl der Vorteile hingewiesen. So mancher dieser Vorteile, wie zum Beispiel die Schaffung von hunderten von Arbeitsplätzen ist nicht nachvollziehbar. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf die Drucksachen im Landtag von Baden-Württemberg:
Die Art der Ansiedlung durch das Land Baden-Württemberg und der Gemeindeverwaltung, halten wir für inakzeptabel. Auch weil die Bevölkerung wenig konkrete Informationen bekommen hat. Aus diesem Grund haben wir auch zwei Anträge nach Umweltinformationsgesetz (UIG) eingereicht. Die Anträge können als PDF nachfolgend nachgelesen werden. Ebenso haben wir beim Landtag von Baden-Württemberg zwei Petitionen eingereicht. Bei der ersten Petition geht es um die Option einer Erweiterung mit einer Fläche von 10.000 Quadratmeter. Hier fordern wir den Landtag von Baden-Württemberg auf, die Option mit nachfolgenden Verpflichtungen auszustatten:
- Bürgerbeteiligung zur Erweiterungsfläche, keine Erweiterung hinter verschlossenen Türen!
DIe zweite Petition richtet sich gegen die Gemeindeverwaltung Ketsch:
- Vorlage von einem klaren Konzept zum Gewerbegebiet
- Untersagung vom Anbieten von Gewerbeflächen des Landes Baden-Württemberg, bis ein Konzept vorliegt und eine Bürgerbeteiligung durchgeführt wurde.
Unsere Anträge nach UIG kann man hier nachlesen: Antrag 1 (PDF) und Antrag 2 (PDF)
UPDATE 25.05.2017: Zwischenzeitlich hat auf der Basis unserer Anträge, ein Termin in der Gemeindeverwaltung Ketsch stattgefinden. Hierbei wurden nicht nur unsere Fragen beantwortet, wir haben die Bebauungspläne zum Gewerbegebiet erhalten und letztlich auch Einsicht in die Bauakte genommen. Zu relevanten Sachverhalten haben wir Kopien anfertigen lassen. Bei den relevanten Sachverhalten geht es vor allem um den Anliefer-/Versandverkehr durch die Ansiedlung der 21sportsgroup.  In den vergangenen Wochen wurde mehrfach betont, der LKW-Verkehr wäre überschaubar.  In der Schwetzinger Zeitung vom 24.04.2017 war die Rede von "zwei große DHL-Lastwagen pro Tag" und "Aber die Anwohner müssen sich nicht sorgen, dass es hier den ganzen Tag über zu Anlieferverkehr kommt." Die Aussagen gegenüber der Bevölkerung und der Presse, kann man mitterweile ganz klar und deutlich als eine Lüge bezeichnen.  Die tatsächlichen Zahlen zum LKW-, aber auch zum PKW-Verkehr, kann man den nachfolgenden Unterlagen entnehmen. Hier sind auch die Anlieferzeiten zu beachten. Auch muss man kritisch die Frage stellen, warum die Schwetzinger Straße und die Karlsruherstraße bei der Verkehrsuntersuchung nicht beachtet wurden. Insbesondere im Hinblick auf die ablehnende Argumentation in Sachen LKW-Durchfahrtsverbot Karlsruherstraße. Warum das Unternehmen, aber auch Bürgermeister und Gemeinderat hier mit falschen Informationen arbeiten, ist nicht nachvollziehbar.  Es zeugt vielmehr von einem schlechten politischen Stil, der mittlerweile zur Tagesordnung geworden ist. Die neuen Erkenntnisse bestärken uns, jede weitere Erweiterung zu verhindern. Zu diesem Zweck werden wir unsere Petitionen entsprechend ergänzen.
Grundsätzliche Informationen zum Gewerbegebiet
- Begründung/ Änderungen Gewerbegebiet 2014:  Teil 1 (PDF)  Teil 2 (PDF)      
- Begründung/ Änderungen Gewerbegebiet 2016:  Teil 1 (PDF)  Teil 2 (PDF)